Qualitative Forschung von Diskriminierung – Ein Beitrag zu den Herausforderungen

Die Qualitative Methode erfasst die subjektive Sichtweise der Befragten und beansprucht somit nicht die Darstellung der objektiven Wirklichkeit. Sie „rekonstruiert Sinn oder subjektive Sichtweisen“ (Helfferich 2009, 21). Somit ist der qualitativen Forschung einzuwenden, dass eine Subjektivität in der Forschung enthalten ist. Mit der Zielsetzung der Erforschung der subjektiven Wahrnehmung, Deutung und Bewältigung von Diskriminierungserfahrungen der Befragten wird allerdings nicht die tatsächliche Diskriminierung selbst erforscht, sondern die subjektiven Erfahrungen und Sichtweisen von Betroffenen, die aus ihrer Sicht eine Diskriminierung wahrnehmen. Zudem werden die Forschungsfragen offen formuliert (vgl. Flick et al. 2008, 23) und sind flexibel dem Befragten anpassbar, was eine Verschlossenheit ausschließt. Es findet eine offene Gesprächsführung ohne Voreinnahmen statt (vgl. Helfferich 2009, 24). Des Weiteren ist die Erkenntnisgewinnung durch die offenen Transkripte der Interviews nachvollziehbar (vgl. Helfferich 2009, 156). Die Verzerrung von Daten wird durch die Offenheit des Interviewers/der Interviewerin vermieden.

Die qualitative Forschung erhebt weiterhin nicht den Anspruch der Repräsentativität wie das in der quantitativen Forschung der Fall ist. Das kann dazu führen, dass das Forschungsthema als weniger relevant empfunden wird. Durch die Einbeziehung von aktuellen Studien zu der Thematik, die unterstützende Daten bzw. Ergebnisse liefert, kann dagegen die Relevanz des Themas hervorgehoben werden.

Ein weiterer Punkt, der bei der qualitativen Erforschung von  Diskriminierungserfahrungen zu berücksichtigen ist, ist die Deutung der Diskriminierung bei den Befragten. Möglich sind Situationen, in denen die Befragten eine Diskriminierung wahrnehmen, die tatsächlich nicht stattgefunden hat oder dass die Befragten eine stattgefundene Diskriminierung nicht realisier(t)en (vgl. auch Scherr 2015, 49). Um dies zu unterbinden, ist es ratsam, in Kontakt mit dem  Gesprächspartner/der Gesprächspartnerin nicht direkt von der Diskriminierung zu sprechen, sondern ein allgemeineres Forschungsthema zu nennen. Somit kann sich im Laufe des Interviews mit der Rekonstruktion der Erlebnisse systematisch herausfinden lassen, welche Erfahrungen die Befragten auf welche Weise erlebt haben und wie sich diese auf sie auswirkten. Mögliche offene und subtile Diskriminierungsformen können des Weiteren im Vorfeld der qualitativen Befragung gesammelt und systematisiert werden, um diese adäquater zu erkennen (vgl. Walsh/Klinner-Möller 2010, 220). Auch sind bestimmte Keywords hilfreich, um ein Diskriminierungsfall zu erschließen.
Diese wären beispielsweise die Erscheinung von kategorisierenden und  stereotypisierenden Statements.

Hinzu tritt das Problem der institutionellen Diskriminierung, die sich in gesetzlichen Vorschriften verankert hat (vgl. Gomolla, Radtke 2009, 19) sowie die indirekte Betroffenheit von Diskriminierung durch Vorteile der Einheimischen bei der Arbeitssuche durch die einheimische Bekanntschaft (vgl. Scherr 2012, 43), welche beide nicht direkt beobachtbar sind. Die Einbeziehung dieser Problematik könnte mit der Befragung von einheimischen Kontrastgruppen geschehen. Somit können mögliche Diskriminierungssituationen/-erfahrungen vollständiger rekonstruiert werden. Durch die bewusste Auswahl der Akteurengruppe wird das Problem der sozialen Erwünschtheit und der rechtlichen Sanktionen in Zusammenhang mit der Deutung von Diskriminierung (vgl. Scherr 2015, 49) vermieden: Nicht die Betriebe (im Falle der betrieblichen Diskriminierung) werden befragt, sondern die BewerberInnen.

Damit verbunden ist ebenso die Problematik des Rekonstruierens eines vergangenen Geschehens, in der Erlebnisse aufgrund des zeitlichen Unterschieds verdrängt werden können. Die Gesprächstechnik ist zur Lösung dieses Problems von besonderer Bedeutung. „Erzähl- und verständnisgenerierende Kommunikationsstragien“ (Witzel 1982, 92) mit dem Gesprächspartner/der Gesprächspartnerin zu führen, führen zur effektiven Informationsgewinnung. Verständnisfragen helfen dabei, ausweichende oder widersprüchliche Aussagen sowie „Alltagsselbstverständlichkeiten“ zu hinterfragen (Witzel 2000, Absatz 16). Die Methode der „Konfrontation“ hilft ebenso bei der Rekonstruktion der Geschehnisse (Witzel 1982, 101). Für die Informationsgewinnung ist es darüber hinaus ratsam, sich im Gespräch auf bestimmte biographischen Phasen zu konzentrieren. Da die Erstellung des Samples außerdem noch nicht abgeschlossen ist, können im Laufe der Befragungsphase neue Gesprächspartner/innen einbezogen
werden, die nützliches Material liefern.

Bei der Erforschung von vulnerablen Gruppen in der Gesellschaft muss ferner aufgrund von -möglichen in verschiedenen Variationen erlebten- Benachteiligungs- und Ausgrenzungserfahrungen die Emotionalität und Sensibilität bei den Beforschten berücksichtigt werden, um eine angemessene Informationsgewinnung zu ermöglichen. Vorgespräche können dabei helfen, Vertrauen und Akzeptanz zu gewinnen und ein Vertrauensverhältnis herzustellen. Auch die Sicherstellung der Anonymität der Befragten unterstützt gegen Verunsicherungen von Befragten, sodass sie ihre Gefühle, Handlungen und Einstellungen offen erzählen können. Diese Strategien helfen ebenso dabei, das Problem, auf den Melter aufmerksam macht, anzugehen: Der Interviewer/Die Interviewerin stammt aus der Mehrheitsgesellschaft und wird durch den Befragten mit Rassismuserfahrungen konnotiert (vgl. Melter 2006, 130). Infolgedessen können Informationen unterlassen oder verweigert werden. Nicht zuletzt kann ebenso ein Interviewer/eine Interviewerin, der/die Merkmale von Minderheitsgruppen aufweist, den Zugang zum Befragten erleichtern.

Auch sei schließlich daran erinnert, in der Analyse der Diskriminierungen verschiedene Kategorien wie Gender, Race, Klasse, Behinderung oder Sexualität (vgl. Lutz, Herrera Vivar, Supik 2013) gleichzeitig zu berücksichtigen. Dadurch kann die Verzerrung multidimensionaler Verhältnisse verhindert werden.

Literaturverzeichnis

Flick, Uwe/ Kardorff, Ernst von/ Steinke, Ines (Hrsg.) (2008): Qualitative Forschung. Ein Handbuch. 6. durchgesehene und aktualisierte Auflage. Reinbek: Rowohlt.
Gomolla, Radtke (2009): Institutionelle Diskriminierung: Die Herstellung ethnischer Differenz in der Schule. Wiesbaden: VS.
Helfferich, Cornelia (2009): Die Qualität qualitativer Daten. Manual für die Durchführung qualitativer Interviews. 3., überarbeitete Auflage. Wiesbaden: VS.
Lutz, Herrera Vivar, Supik (2013): Fokus Intersektionalität. Bewegungen und Verortungen eines vielschichtigen Konzeptes. Wiesbaden: Springer VS.
Melter, Claus (2006): Rassismuserfahrungen in der Jugendhilfe. Eine empirische Studie zu Kommunikationspraxen in der Sozialen Arbeit. Münster: Waxmann.
Scherr, Albert (2012). Diskriminierung. Freiburg: Centaurus Verlag & Media KG.
A. Scherr/C. Janz/ S. Müller (2015): Diskriminierung in der beruflichen Bildung. Wie migrantische Jugendliche bei der Lehrstellenvergabe benachteiligt werden. Wiesbaden: Springer VS.
Walsh, G. & Klinner-Möller, N.S. (2010): Die kundenseitige Wahrnehmung von Diskriminierung bei der Dienstleistungserbringung. Marketing- ZFP, 32, 218-324.
Witzel, Andreas (1982). Verfahren der qualitativen Sozialforschung. Überblick und Alternativen. Frankfurt a.M.: Campus.
Witzel, Andreas (2000). Das problemzentrierte Interview [25 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 1(1), Art. 22
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Irkci Ötekilestirmenin bir örnegi olarak Basörtüsü

Almanya’da Basörtülü Müslüman Türk Kadinlar hakkinda Prof. Florian Kreutzer ile beraber yaptigimiz arastirma nihayet yayinlandi. Basörtülü Müslüman Türk Kadinlarla 20 kalitatif röportajimiza dayanan bu arastirma, Basörtülü Müslüman Türk Kadinlarinin cesitli toplumsal alanlarda yasadiklari tecrübeleri incelemekte. Başörtülü Müslüman Türk Kadınlarının is, meslek ve aile hayatlari yanisira gündelik ayrımcılık tecrübelerini, girdikleri egitim kurumlarindan is yerlerine kadar cesitli alanlarda ugradiklari ayrimciliklari inceliyoruz.

Yaptigimiz kalitatif röportajlar, bize bu kadinlarin dogrudan anlatımlarini belgelememizi ve yorumlamamizi sagladi. Kitabimizda Emansipasyon ve Entegrasyon söylemleri, Medya’da süregelen Islamofobi, Kamusal alanda Basörtüsü, Irkçılık ve Postkolonyalizm’e deginiyoruz.

stigma basörtüsüKitabımız Almanya’da Islamofobi gündeminin nasil toplumun değişik alanlarına yansıdığını, ve bireyin bundan ne şekilde etkilendiğini birebir anlatmaktadir. Başörtülü Müslüman Türk Kadınlar bir yandan Devlet ve Medya tarafından topluma entegrasyonları beklenirken, bir yandan bunu yapmakta yine toplumsal kurumlar tarafından engellerle karşılaşıyorlar.

Bu arastirmamiz, Basörtülü Müslüman Türk Kadınlarinin, Basörtüsünü kimlik ve kişiliklerinin ayrılmaz bir parçası olarak tanimladigini ve toplum tarafindan tanınması için çağrıda bulunduklarini vurgulamakta. Bu vaka çalışmalarımiz, Kadinlarin Basörtüsünün icinde bulunduklari toplumda kabulü icin bireysel mücadelelerini aciga cikariyor. Çalışmamız, önyargı ve ayrımcılıktan muzdarip Başörtülü Türk Müslüman Kadınların icinde bulunduklari durumlarini bilime kazandirmaktadir.

Transcript Yayinevi
Irkci Ötekilestirmenin bir örnegi olarak Basörtüsü
http://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-3094-7/stigma-kopftuch

Veröffentlichung unserer Studie mit Prof. Florian Kreutzer: Stigma »Kopftuch« Zur rassistischen Produktion von Andersheit

Die von mir zusammen mit Prof. Florian Kreutzer durchgeführte Studie ist unter dem Titel „Stigma: Kopftuch – Zur rassistischen Produktion von Andersheit“ nun erschienen.

Basierend auf 20 qualitative Interviews untersuchten wir türkischstämmige Frauen aus Deutschland, die ein Kopftuch tragen. Die Befragungen wurden via biographisch narrative Interviews in zwei großen deutschen Industriestädten mit hoher Migrationsdichte von uns durchgeführt. Unsere Studie beinhaltet neben Fragestellungen der Familie und Beruf Diskriminierungserfahrungen, die die muslimischen Frauen mit Kopftuch in der schulischen und beruflichen Ausbildung, auf der Suche nach einer Ausbildungs-/Arbeitsstelle sowie in der Ausbildung bzw. Erwerbsarbeit machen. Die Frauen wünschen eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf, begegnen jedoch unterschiedliche Schwierigkeiten.

stigma kopftuch buch

Die qualitativen Interviews ermöglichten uns die subjektiven Darstellungen, Narrationen und Deutungen dieser Frauen zu dokumentieren und zu interpretieren. In unserem Buch nehmen wir u.a. Bezug auf den medialen Diskurs der Islamophobie, den aktuellen Integrationsdiskurs, auf die Problematisierung des Kopftuchs im öffentlichen Dienst, den Emanzipationsdiskurs sowie auf Rassismus und Postkolonialismus.

Das Auftreten einer Anti-Islam-Bewegung zeigt die Aktualität der Problematik, die Thema dieser Studie ist. Die in dieser Studie am Beispiel des Kopftuchs untersuchte Fremdenfeindlichkeit und deren in der Tendenz rassistischen Praktiken sind schon seit langem in der deutschen Gesellschaft präsent, ohne dass sie dadurch an Virulenz und Dynamik verlieren würden […].“ Zitat, S.12

Als kopftuchtragende Muslima interpretieren diese Frauen das Kopftuch als ein fester Bestandteil ihrer Identität und Persönlichkeit und fordern ihre Anerkennung in der Gesellschaft. Wir stellen anhand Fallstudien den Kampf dieser Frauen um Anerkennung dar.

Unsere Studie trägt zu einem differenziertem und vertiefendem Verständnis für die Situation der türkischstämmigen muslimischen Frauen mit Kopftuch bei, die unter Vorurteilen und Benachteiligungen leiden.

http://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-3094-7/stigma-kopftuch

Postcolonial Studies: Education as an Instrument of Cultural Defoliation

Postcolonial Studies

Gesellschaftsdiagnosen: Globalisierung, Nord-Süd Problematik


Education as an Instrument of Cultural Defoliation: A Multi-Voice Report

In diesem Artikel stellen fünf Autoren ihre Meinung über die Bildung in Entwicklungsländern dar. Alle fünf Autoren besitzen eine analoge Meinung zu den Schulen der Kolonialherrschern in den Entwicklungsländern.

Joseph Ki Zerbo (Historiker und Pädagoge aus Burkina Faso) bezeichnet die Schule als Ort der Entwurzelung. Er nennt sie ein Tumor, der die Mentalität der Bevölkerung verändert, das Gedächtnis der Kultur raubt und eine Art Persönlichkeitsverlusttraining ist. Die Schule ist ein „Seelenfresser“. Die Menschen sind am Ende Entwurzelte, die von ihrem Fähigkeiten beraubt wurden. Cheikh Hamidou Kane (Ökonom aus Senegal) bezeichnet die Schule als eine neue Form von Krieg. Die neuen Schulen sind nach ihm ein Zweig des Militärs, des Kampfes. Mit der Schule wurde eine neue Ordnung etabliert. Vorerst musste aber die alte Ordnung zerstört werden. Das Lernen bedeutete eigentlich Vergessen. Jo-Ann Archibald (Direktorin des First-Nation Houses in Kanada) macht auf die Verunglimpfung der einheimischen Kultur und die Zerstörung der Familieneinheit aufmerksam. Kinder stehen als Fremde zu ihrer eigenen Familie, Lebensweise und Kultur dar und stellen ihre eigenen Werte und Fähigkeiten infrage. Nicht nur fremd, man ist sogar geekelt von der eigenen Familie, die als „wild“ und „unzivilisiert“ indoktriniert wurde. Edouard Lizop (Pädagoge) vertritt eine ähnliche Meinung und nennt den Zerfall von kulturellen Werten und Ressourcen. Die Schule bezeichnet er als ein Ort der Demütigung. Majid Rahnema (ehemaliger Minister für Wissenschaft und Höhere Bildung in Iran) führt an, dass die Schule als ein wichtiges „Entwicklungsmittel“ gesehen wurde, was den Familien aus ihrer Misere und Scham heraus helfen würde. Tatsächlich verbarg die Schule andere Ziele, so Rahnema. Die Schule förderte Exklusionsprozesse gegenüber den Armen und den Schwächeren. Sie hat das System der kulturellen Referenz zerstört. Bildung wurde ein knappes Gut, denn nicht jeder durfte wie früher lehren. Die kulturelle Vielfalt wurde zunichte gemacht. Auch nach der Besetzung hat die Schule dazu geführt, dass man nicht mehr fähig war, eigenständig zu denken. Die Kinder haben durch die Lehre von neuen Werten, Einstellungen und Zielen ihre eigene Kultur und Identität abgelehnt, kehrten von ihrem Dorf und Volk ab und dienten jetzt dem System des westlichen Kapitalismus beispielsweise als Leiter der Coca-Cola-Niederlassung.

Der Preis der Fußball WM

Indexexpurgatorius's Blog

In Brasilien werden jede Nacht Straßenkinder erschossen um die Städte von ihnen zu reinigen, um der Welt zur Fußballweltmeisterschaft ein gutes Bild zu geben.

Die Nachrichten über die Verzögerungen bei den Arbeiten zur Vorbereitung der WM, soziale Unruhen, Industrieunfälle und andere Dinge sind wirklich gruselig, wenn man weiß warum dem so ist.
Der dänische Journalist Mikkel Jensen machte unglaubliche Erfahrungen und sah sich genötigt diese zu veröffentlichen.

Jensen, ein freier Journalist, träumte von der WM in Brasilien, da Fußball für ihn der beste Sport der Welt ist. Doch dieser Traum verwandelte sich für ihn in einen Albtraum.

Der Journalist beschloss einige Monate vor der WM in dieses wunderschöne Land zu reisen, um auch die Vorbereitungen zu dokumentieren. Dazu reiste er nach Fortaleza, eine der gewaltätigsten Städte des Landes, Doch was er elrbte entsetzte ihn. Er war geschockt, „es ist der reinste Horror, den ich so noch nicht erlebt habe“, sagte…

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Galerie

Kigali Genocide Memorial: Remember 1994

Under Tanzanian Skies

Built on a hillside in the area of Gisozi, this memorial holds the remains of nearly 260 000 victims of the Rwandan genocide, killed in Kigali and the surrounding area. A number that is still increasing since every year, bodies continue to be buried on this site. Of these victims, only bones, some clothes, and a few objects remain… And the images of a time when all these people were alive, happy and carefree. Under the photographs of children, visitors can read their last words, their talents, their dreams, and how they died. Galleries demonstrate the monstrous effectiveness of the extermination plan, revealing the extent of the tragedy. The disturbing visit leaves no one indifferent. Outside, people gather near the graves in blossoming flower gardens. To honor the memory of those who died, and find the courage to act. To remember 1994.

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Die Zahnraeder Konferenz in Heidelberg

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Ready to start!

Dieses Wochenende fand die Zahnraeder Konferenz in Heidelberg statt. Zahnraeder ist ein Netzwerk von Muslimen, was unterschiedliche Menschen mit dem selben Ziel zusammenzubringt: Das Ziel ist es, den Mitmenschen zu helfen. Egal, um wen es dabei geht. Dieses Jahr hatte ich auch die Ehre, eine unter den ca. 100 Teilnehmern zu sein. Für mich war das ein sehr tolles Ereignis, was positive Energie ausgestrahlt hat. Aus ganz Deutschland versammelten sich kreative, konstruktive, ideenvolle Menschen mit einer positiven Offensivkraft. Einige Momente haben mich auch sehr emotional berührt.

Die Teilnehmer bekommen interessante Informationen.

Als Gastreferent kam Melih Kesmen und Ege Karar. Melih Kesmen erzaehlte in seinem spannenden Vortrag, wie er zu der Marke styleislam kam, die nach Deutschland jetzt international, wie in der Türkei oder in Saudi Arabien, seine Interessenten erweitert hat. Mit diesen Produkten, die messages wie “Jesus and Mohammad – Brothers in faith“, oder “Jannah under Mothers‘ feet“ tragen, möchte er hauptsaechlich Gespraeche unter den Menschen veranlassen, die zum Austausch und Verstaendnis beitragen.

Der zweite Redner war Ege Karar. Ege Karar ist der Vorsitzende von Deaf-Islam e.V. Dieser Verein betreut gezielt gehörlose muslimische Menschen. Ege Karar erzaehlte von den Schwierigkeiten der gehörlosen Menschen und stellte seine Bemühungen um den Alltag und das Leben eines Gehörlosen zu erleichtern, dar. Seine Rede war sehr berührend und beeindruckend für uns alle Teilnehmer, da er selbst auch gehörlos ist. Wir als Publikum lernten auch einige Wörter aus der Gebaerdensprache kennen. http://deaf-islam.org hier könnt ihr euch gerne weiter informieren.

Der letzte Tag

Der rege Austausch ging auch am letzten Tag weiter.

Auf der Konferenz stellten die Teilnehmer alle ihre grossartigen Projekte dar.  Einige Projekte bestanden schon seit einigen Jahren, bei einigen war das erst der Anfang mit der Projektidee. Umso schöner war es, gegenseitig Inputs und Unterstüzung für das eigene Projekt zu bekommen.

Unter den über 50 Projekten gefiel mir sehr v.a. das Spielprojekt von Dr. Janin Rashid. In ihrem Workshop stellte sie dar, wie besonders eigentlich der Wert des Spiels für die Kommunikation, für die Familie, für die Bildung und auch für die Gesellschaft ist. Aufgrunddessen hat sie ein Spiel mit islamischen Inhalten entworfen. Das Spiel, was sich auch für Laien und für verschiedene Altersgruppen eignet, vermittelt spielerisch Grundzüge des Islam. Interessenten können sich dieses Spiel gerne aneignen und weiterempfehlen:  http://www.cubeandorbit.com/

Workshops

Workshops – interessante Themen!

Auch erkundeten wir die Altstadt und das Schloss.

Erkundung der wunderschönen Altstadt kam nicht zu kurz.

Auch das Vorhaben des Grünen Halbmondes mit einem Wohlfahrtsverband, was viele Lücken wie Pflegedienst, Seelsorge, Familienbetreuung, Eheberatung für muslimische Bürger füllen würde, fand ich persönlich sehr bedeutend. http://ghmev.de

Wenn ihr Interesse bekommen habt, könnt ihr diese gerne kontaktieren, euch austauschen und auch gerne zusammenarbeiten.

Ich persönlich war mit Selva Yıldırım zu unserem Vorhaben eines bundesweiten Leseprojektes dort. Unser Vorhaben ist noch in Entwicklung und wir brauchen Kooperationspartner aus ganz Deutschland. Hierzu folgt ein weiterer Beitrag.

Die Konferenz bereicherte uns Teilnehmer sehr. Sie hat gezeigt, wie bedeutend der gegenseitige Austausch mit den motivierten Menschen ist, die auch ein Teil der Veraenderung sein möchten. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an die Gründer und Bewegenden dieses Netzwerkes. Mehr Informationen zum Netzwerk findet ihr unter http://www.zahnraeder-netzwerk.de/.

Motto der Zahnraeder

Motto der Zahnraeder

Gemileri yakmak!

-derlenmiş yazı-

gemileri yakmak

Başarısız insanların mazeretleri, başarılı insanların maharetleri vardir.“

Başarısızlıklar her zaman olacaktır mutlaka, sorunlar yaşanacaktır. Bu başarısızlıktan nasil başa çıkmamızdır önemli olan. Hata yapmaktan korkmamamız gerekiyor. Başarısızlık korkusu ve ümitsizliğe kapılma önümüzde bir engeldir. Bu korku bizi hayal ve ideallerimizden, potansiyelimizin gerçekleşmesinden alıkoyar. Başarısızlık başarıya giden yolda parmak izleridir diyor Muhammed Bozdağ. Hayat düz bir yolculuk değil, önemli olan engelleri aşabilmektir.

Kabiliyet ve potansiyelimize rağmen zorluklar karşısında başaramam duygusuna kapılmak, kendini aciz ve güçsüz hissetmek, kontrol başkalarının altında diye düşünmek, bir hastalık olarak adlandırılıyor: Öğrenilmiş çaresizlik hastalığı. Bundan nasıl kurtulabiliriz?
„Keşke“ yerine „Bundan sonra“ demekle.
„Neden (başaramadım)?“ sorusunu sormak yerine „Nasıl başarabilirim?“ diye düşünmekle. Geçmiştekilerin pişmanlığıyla oyalanmak zaman ve enerji hırsızıdır bizim için. Geleceğe odaklı olmak, vizyonlarımızı hatırlatıp ileriye baktırır. Problem yerine çözüm odaklı olursak eğer, bu bizi hedefimize daha yaklaştıracaktır. Neden yapamayacağımızı değil de, neden yapabileceğimizi düşünelim!

Yapabilirler çünkü yapabileceklerini düşünüyorlar.“  Virgil

Olumsuz yerine olumlu düşünmek her eğitimci, kişisel gelişim uzmanının tavsiyesidir. Çünki düşüncemiz aslında bir enerjidir, bizi etkiler ve hatta beynimiz için bir zihinsel emre dönüşür. Beynimizin hangi sisteminin harekete geçmesini kendimiz belirleyebiliriz. Düşünme tarzımız yaşantımızı etkiliyor ve kaderimizi belirliyor. Bu yüzden karamsarlığa kapılmak yerine kendimize sık sık olumlu tenkit etmemiz gerek: „Kendime güveniyorum“, „Başaracağım“, „Prensiplerimden taviz vermeyeceğim“. Anthony Robbins’in deyimiyle: „Literatürünüzden başarısızlık kelimesini silin“. Düşüncemiz küçümsenmeyecek kadar büyük bir güçtür. Alt bilincimize biz öğretiyoruz, neyin nasıl olduğunu, o bizim söylediğimizi doğru olarak kabul ediyor. Bu demek oluyor ki, biz beynimize istediğimiz şey ne ise söylersek, beynimiz ve ruhumuz öyle davranacaktır. „Başarısızlık aslında yapamamak değil, yapamayacağını sanmaktır.“ Sadece bir zan ve düşünceden ibarettir.

Hedefsiz insan benzinsiz ferrariye benzer.“

Olumlu düşünce ve düşüncemizi yönetmenin yanında hedef ve hayal sahibi olmak bizi mutlak bir başarıya ulaştıracaktır. Hedefimizde net bir fikre sahip olmalıyız. Ne istediğimizi bilmeliyiz. Böylelikle zihnimizde oluşan güç engellere karşı kolaylık sağlar. Yoksa karasızlık zaman öldürücüdür ve hedefimize yaklaştirmaz. Hedeflerimizi yazalım, hatta duvarımıza asalım, her zaman görmüş oluruz. Ve bir proje ve program düsünelim, hedefe ulaşmak için bir yöntem belirleyelim. Hedefimiz var ise, gerçekten hedefimize ulaşacağımıza inaniyor muyuz? Ve ne kadar kararlıyız ona ulaşmak için? Ne kadar tutkuyla istiyoruz hedefimizi? Ne kadar kararlı, inançlı ve cesaretli olursak, o kadar hedefimizin gerçekleşmesinin ihtimali yükselir.

Hayat yıkılmak, ama yıkıldığın yerden geri kalkmak demektir.“

Peki bu hedefimize ulaşma yolundaki zorluklar? Bunlar elbette olacaktır, çünki hayat zorluk demektir. Hangi engelle karşılaşırsak karşılaşalım, doğru olandan vazgeçmeyelim. Başkalarının bizi yıldırmasına izin vermeyelim. Doğru olduğunu bildiğimiz sürece, bizi ne kadar engel kuşatmış gibi gözükse de, asla hedefimizden vazgeçmeyelim. Yılmadan çalışalım. Sabah kalktığımızda beni şu şu hayallerim bekliyor ve bu hayallerimi gerçekleştirmek için sonuna kadar devam edeceğim diye hatırlayalım. İdeallerimizi gerçekleştirmek için gayret sarf edelim. Bir müzisyenin aletini çalması için yıllarca nasıl çaliştığı, bir sporcunun maratonu kazanması için her gün tekrar ve tekrar çalışması gibi. Tarihe iz birakanlar şahsiyet sahibi, duruşuyla tarih yazan insanlardi. Onlar karşilaştığı engelleri aştıkları için bugün onları tanıyoruz. Zorlukları asıl beklemeliyiz, çünkü onlar bizi olgunlaştırır.

Gelecek, hayallerin kalitesine inananların olacaktır.“  Goethe

Ne kadar güçlüyse inancımız, bu bize o kadar fazla enerji ve dayanıklılık verecektir. Hedefimizin büyüklüğü yanında buna ulaşabilmenin inancının büyük olması gerekir. Güçlü arzu güçlü olmak demektir. Arzu olmaz ise, yetenekleriniz birşey ifade etmez. Arzu ise, özveri, ısrar, emek harcama ve fedakarlığa hazır olmak demektir. Tarık Bin Ziyad bugünkü İspanya’ya ordusuyla ayak bastığında, geldikleri tüm gemileri yaktı. Artık geri dönüş yok demekti bu. Zaferden başka alternatifleri kalmamıştı. Biz de gemilerimizi yakalım; şiddetli isteyelim ve isteğimizin gerçekleşeceğine inanalım.

Hayal edelim, büyük düşünelim, ve hayali zihnimizde canlandıralım. Einstein’ın ünlü sözü bunun içindir: “Düşlemek bilmekten daha önemlidir.“ Bir Hadis-i Şerif’de de şöyle buyrulmustur: “Kim birşey isterse, muradına nail olur.“

Kaynakça:

Muhammed Bozdağ: Düşün ve Başar, Nesil Yayınları, İstanbul 2008.

Muhammed Bozdağ: İstemenin Esrarı, Nesil Yayınları, İstanbul 2007.

Genç Beyin Dergisi (Çesitli sayıları), İstanbul.

ve Sıtkı Aslanhan’ın AKRA FM’de ‚Duyarlı Gençlik‘ adlı programında yaptığı konuşmalarından faydalanılmıştır.